Programmänderungen vorbehalten
1. Tag: Flug nach nach Tiflis
Abflug ab Zürich mit Edelweiss, voraussichtlich spät abends.
2. Tag: Ankunft in Tiflis, Stadtbesichtigung
Ankunft am frühen Morgen, Transfer zum Hotel. Zimmerbezug, reiches Frühstück.
Erster Bummel in der Stadt. Tiflis (bedeutet „heisse Quellen“) empfängt uns mit ihren warmen Schwefelquellen, einer lebendigen und quirligen Atmosphäre sowie dem geschäftigen Treiben auf den Straßen. Tiflis wirkt laut, bunt und voller Energie. Die engen Gassen der Altstadt, die traditionellen Häuser mit ihren Holzbalkonen und der Hauch des Orients verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme. Spaziergang durch das Bäderviertel. Erkundung der Altstadt. Abendessen in einem traditionellen georgischen Restaurant. Übernachtung im Hotel.
3. Tag: Wanderung am Birtvisi-Canyon, Assureti, Paravani-See
Fahrt zum Birtvisi-Canyon, einer engen Schlucht mit spektakulären Felsformationen und bewaldeten Hängen. Hier starten wir unsere erste Wanderung. Besonders beeindruckend ist die mittelalterliche Festungsanlage von Birtvisi, die sich auf den markanten Felsen über der Schlucht befindet. Das eindrucksvollen Naturgebiet südwestlich der Hauptstadt mit seinen historischen Ruinen machen Birtvisi zu einem der schönsten Wanderziele in der Umgebung von Tiflis.
Weiterfahrt nach Assureti, dem ehemaligen deutschen Elisabethtal. Das Dorf wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet und hat bis heute Spuren seiner deutschen Vergangenheit bewahrt. Gemeinsames Mittagessen im Restaurant. Weiterfahrt zum Paravani-See, dem größten See Georgiens. In Ganzani beziehen wir unser Guesthouse und bereiten uns auf die kommenden, anspruchsvolleren Wanderungen im Kleinen Kaukasus vor. Gehzeit 3-4h, Auf-/Abstieg ca. 550m, Fahrzeit ca. 3h.
4. Tag: Über den Abul-Samsari-Kamm zum Levan-See
Start zum zweitägigen Trekking über den Abul-Samsari-Kamm, eine der ursprünglichsten und einsamsten Hochgebirgslandschaften Georgiens. Das weitläufige Hochplateau ist vom Tourismus praktisch unberührt. Unterwegs werden wir wahrscheinlich eher Schafhirten als andere Wanderer treffen. Die Landschaft ist geprägt von weiten, kargen Vulkanhängen, schwarzen Felsen und fast menschenleeren Hochflächen – eine Landschaft, die teilweise an die Oberfläche des Mondes erinnert. Unser heutiges Ziel ist der Levanis Tba (Levan-See) am Fuß des Berges Korogli. Hier schlagen wir unser Nachtlager auf und verbringen die Nacht inmitten dieser beeindruckenden, abgeschiedenen Berglandschaft. Gehzeit 5-6h, Distanz 14 km Auf-/Abstieg 600m. Übernachtung im Zelt.
5. Tag: Über den Abul-Samsari-Kamm weiter zum Tabatskuri-See
Wir setzen unseren Weg über den Abul-Samsari-Kamm fort. Unser Ziel ist der Tabatskuri-See, einer der größten und beeindruckendsten Hochgebirgsseen Georgiens. Der See liegt auf etwa 2.000 m Höhe und ist von einer weiten, vulkanisch geprägten Berglandschaft umgeben. Seine abgelegene Lage und die karge, ursprüngliche Umgebung verleihen ihm einen ganz besonderen Charakter.
Wir wandern über die weitläufigen Hochflächen und durch die gleiche faszinierende, fast unwirklich wirkende Landschaft wie am Vortag – karg, menschenleer und geprägt von vulkanischen Formen. Diese Etappe ist länger, aber mit weniger Höhenmeter. Unser Camp schlagen wir am Tabatskuri-See auf. Gehzeit 6-7h, Aufstieg ca. 350m, Distanz 22km.
6. Tag: Weingebiet Kachetien
Nach dem Frühstück und Zeltabbau machen wir uns auf den Weg zurück zu den Fahrzeugen. Wir fahren nach Telavi, der Hauptstadt der georgischen Weinregion Kachetien und gleichzeitig der historischen Residenzstadt der georgischen Könige.
Nach der abgeschiedenen Bergwelt des Kleinen Kaukasus können wir heute wieder den Komfort der Zivilisation genießen. Telavi bietet uns die Gelegenheit, uns zu erholen, die lokale Küche zu genießen und einen ersten Eindruck von der jahrtausendealten georgischen Weinkultur zu bekommen. Fahrzeit ca. 4h.
7. Tag: Über den Abanopass 2826m nach Giveri
Wir verlassen Kachetien und fahren in die abgelegene Bergregion Tushetien im Großen Kaukasus. Die Fahrt über den Abano-Pass 2826m, einen der höchsten befahrbaren Pässe Georgiens, ist anspruchsvoll, spektakulär, führt über zahlreiche Serpentinen an steilen Bergflanken entlang und bietet beeindruckende Tiefblicke. Nach dem Pass erreichen wir Omalo und Darlo, zwei der bekanntesten und schönsten Dörfer Tushetiens. Unser Weiterweg führt uns immer tiefer in die abgelegene Bergwelt, bis wir Girevi auf 2060m, das letzte Dorf Tushetiens am Ende des befahrbaren Weges, erreichen. Diese historischen Dörfer werden für ihre unberührte natürliche Schönheit und alten Wachtürme gewürdigt, die Geschichten vergangener Epochen erzählen und die reichen Traditionen von Tushetien verkörpern. Fahrzeit 4-5h.
8.-9. Tag: Von Giveri über den Atsunta Pass 3425m nach Khidotani 2600m
Ein absolutes Highlight unserer Reise ist der lange Anstieg in atemberaubender Landschaft über den Atsunta-Pass mit Blick auf den Tebulotsma 4493m. Wir geniessen eine grossartige Aussicht auf die vergletscherten Schieferwände des Kaukasus. Der Abstieg vom Pass führt durch fantastische Flora nach Khidotani. Zwei Etappen in einer unberührten Wildnis mit spektakulärer Landschaft, alpiner Flora und Fauna, in der Natur und Geschichte sich nahtlos verflechten.
8. Tag: Giveri 2060m - Khvakhidi 2440m: Gehzeit 5-6h, Aufstieg ca. 1000m, Abstieg ca. 600m, Übernachtung im Zelt.
9. Tag: Khvakhidi 2440m -Asuntapass 3425m – Khidotani 2630m, Gehzeit 7-8h, Aufstieg ca. 1400m, Abstieg 1200m. Übernachtung im Zelt.
10. Tag: Khidotani – Khonitschala 1720m – Mutso 1560m – Khonitschala
Vom aussichtsreichen Khidotani-Kamm aus steigen wir auf steilem Weg durch dichten Wald nach Konitschala ab. Gehzeit ca. 3h, Abstieg ca. 900m. Nach einer Rast machen wir einen Ausflug zur eindrücklichen Festung von Mutso - eines der eindrücklichsten mittelalterlichen Festungsdörfer des ganzen Landes auf einem steilen felsigen Hang auf 1800m. Es handelt sich um ein System befestigter Türme, terrassenförmig in den Felsen gebaut von Menschen, die im schwierigen Bergland zwei Ziele verfolgten: zu leben und sich zu verteidigen. Auf gleichem Weg kehren wir wieder nach Khonitschala zurück. Gehzeit ca. 2h, Auf-/Abstieg ca. 200m. Übernachtung in einfachem Gasthaus.
11. Tag: Fahrt über Shatili zum Datvisjvari-Pass, zu Fuss über Bergkämme ins Gebiet von Tanie
Abenteuerliche Fahrt zum Datvisjvari-Pass (2.676 m). Unterwegs Zwischenhalt in Shatili. Das Dorf gilt als eines der besten Beispiele der georgischen mittelalterlichen Architektur in Chewsuretien. Vom Pass geht es zu Fuss und mit Packpferden weiter über Bergkämme mit grossartiger Aussicht. Am Schluss der Etappe erfolgt der Anstieg ins Gebiet von Tanie. Ein Tag voller Abendteuer, unterschiedlichster Eindrücke und grossartiger Ausblicke. Übernachtung in Zelten auf 3000m.
Gehzeit 6-7h, Aufstieg ca. 1000m, Abstieg ca. 600m.
12. Tag: Über Bergkämme zum Arkhoti 3172m und weiter über Roshkigelepass zur Arkhotihut
Einer Haute-Route gleich führt unser Weg weiter spektakulär in stetem Auf und Ab über Bergkämme vorbei am Arkhoti und hinab zum Roshkigelepass 2968m Pass. Wir steigen nach Norden zu den obersten Weiden des Arkhotitals ab und in kurzem Gegenanstieg erreichen wir die neue Hütte 2860m. Auf dem Weg öffnet sich uns der Blick in den Südkaukasus: Auf der einen Seite blicken wir auf die sanfteren, grünen Täler Georgiens und auf der anderen Seite öffnet sich die Aussicht nach Norden in das wilde, tief eingeschnittene Arkhoti-Tal und auf das Massiv der stolzen Chaukhi-Berge (oft als die „Dolomiten Georgiens“ bezeichnet). Übernachtung in der einfachen Hütte. Gehzeit 5-6h, Aufstieg ca. 600m, Abstieg ca. 900m.
13. Tag: Über den Arkhotistavipass 3287m nach Juta 2160m
Aufstieg zum Arkhotistavipass. Von hier Blick zu den vergletscherten, schroffen Grenzkämme, hinter denen direkt die russische Teilrepublik Tschetschenien liegt. Wir steigen darunter nach Juta ab. Die schiere Tiefe und Isolation dieses Tals erzeugen eine unvergleichliche, mystische Kulisse. Übernachtung im Gasthaus. Gehzeit 4-5h, Aufstieg 400m, Abstieg 1100m.
14. Tag: Fahrt nach Stepantsminda 1760m, Aufstieg zur Altihut 3014m
In abwechslungsreicher Fahrt erreichen wir Stepantsminda. Von der eindrücklichen Gergeti Trinity Kirche steigen wir auf gutem Weg mit fantastischen Ausblicken zum mächtigen 5000er Kazbek zur Altihut auf. Die wunderschöne Hütte liegt auf 3000m, ist ein Vorzeige-Projekt für nachhaltigen Eco-Tourismus und wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Mathias aufgebaut. Übernachtung in der Hütte.
Gehzeit 3-4h, Aufstieg 1000m.
15. Tag: Aufstieg zum Gergeti-Gletscher, Abstieg nach Stepansminda
Der Gergeti-Gletscher thront majestätisch zwischen der Südostflanke des Mt. Kazbek und des 4000ers Ortsveri. Ein kolossales Schauspiel: Der Gletscher erstreckt sich über beeindruckende 7,1 Kilometer Länge und bedeckt eine Fläche von 11 Quadratkilometern.
Im Schatten des Ortsveri reicht die Gletscherzunge bis auf 2.900m hinab. Er ist nicht nur Eis, sondern eine von der Natur geschriebene Geschichte, die größtenteils in einer uralten, erodierten Vulkankaldera ruht.
Am frühen Nachmittag steigen wir in aussichts- und abwechslungsreicher Berglandschaft nach Stepansminda ab. Übernachtung im Hotel. Gehzeit 4-5h, Aufstieg ca. 300m, Abstieg ca. 1300m.
16. Tag: Stepansminda, Fahrt nach Tiflis, traditionelle Teigtaschen
Besichtigungen in Stepansminda oder Zeit zur freien Verfügung. Am späten Vormittag Fahrt nach Tiflis. Am Mittag kosten wir die traditionellen Teigtaschen. Ankunft in Tiflis am Nachmittag. Zeit zur freien Verfügung bis zum Nachtessen. Übernachtung im Hotel. Fahrzeit ca. 4h.
17. Tag: Stadtbesichtigung Tiflis
Gemeinsame Stadtbesichtigung am Vormittag mit einheimischem Guide. Am Nachmittag gemeinsamer Bummel durch die Stadt oder Zeit zur freien Verfügung. Nachtessen in einem traditionellen Restaurant. Übernachtung im Hotel.
18. Tag: Rückflug nach Zürich. Individuelle Heimreise
Sehr früher Transfer zum Flughafen. Rückflug nach Zürich, Ankunft am Vormittag. Verabschiedung und individuelle Heimreise.