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berg-welt: «Mathias, wie kam es, dass du nach Georgien gereist bist?»

Mathias Hediger: «Ich reiste im 2014 das erste Mal nach Georgien. Im Rahmen eines Humanitären Projektes der DEZA wurde ich via Air Zermatt beauftragt, über vier Jahre in zwei Regionen von Georgien Einheimische in die Bergrettung einzuführen und zu schulen. Während dieser je zwei Sommer- und zwei Winterkurse habe ich viele einheimische Kontakte geknüpft, über die Jahre sind daraus Freundschaften entstanden.»

Zoom: Georgien - ein Land im wilden Kaukasus
Zoom: Georgien - das Pferd ist ein gutes Transportmittel

«Was hat dich seither immer wieder in dieses Land gebracht?»

«Im Gebiet des wunderschönen Kasbek (5054 m) stand auf 3014 m eine alte Hütte. Während eines «Supra» (georgisches Festessen) philosophierten David (Georgier) und ich über nachhaltigen Bergtourismus und kamen auf die Idee, die Hütte nach dem Vorbild einer Schweizer SAC-Hütte neu zu bauen. Statt einen weiteren Toast auszusprechen, krempelten wir die Ärmel hoch und wurden aktiv.

Nachdem die Finanzierung gesichert war, fertigte ein Schweizer Holzbauer die Hüttenelemente, die anschliessend nach Georgien transportiert wurden. Dort flog ich sie per Helikopter zum Bauplatz.

 

Heute ist die «Altihut» bewartet und 100 % autark. Sie wird vollständig mit Solarenergie betrieben – von der Espressomaschine bis zur Notfallkommunikation. Auch das lebensrettende Signal am Kasbek wird ausschliesslich mit Solarstrom der Altihut gespeist.

 

Inzwischen ist daraus das Projekt «7 Huts» entstanden: Sieben weitere Berghütten sollen nach diesem Vorbild gebaut werden. Somit bin ich immer wieder in der georgischen Bergwelt unterwegs.»

Zoom: Georgien Alti Hut
Zoom: Georgien - Projekt "7 Huts"

«Warum ist Georgien eine Wander- bzw. Trekkingreise wert?»

«Georgien verbindet die Wildheit des Kaukasus mit einer faszinierenden Kultur und grosser Ursprünglichkeit – und macht das Trekking dadurch zu einem besonderen Abenteuer. Man kommt mit dem Gefühl nach Hause, in einem Land gewesen zu sein, von dem die meisten nur den Namen kennen. Hier ist einfach alles ein bisschen anders. Und den Vorsatz, wiederzukommen.»

"Lieber Mathias, vielen Dank, dass du unsere Gäste nach Georgien führen wirst!"


Steffisburg, im Oktober 2026

Zoom: Georgien - alles ist hier ein bisschen anders
Zoom: Geogien - alte Wehrtürme erzählen von der Vergangenheit